„…nicht irgendein Planet“_White Square Gallery


„…NICHT IRGENDEIN PLANET“

30. April – 12. Juni 2021

In der heutigen Zeit bekommt die Landschaft eine weitere und umfassendere Bedeutung, die nicht zuletzt mit unserer Wahrnehmung der unumkehrbaren, beunruhigenden Veränderungen in der Natur und Umwelt zu tun hat. Diese Tatsache findet einen starken Ausdruck in der Kunst der Gegenwart. Die Einzelausstellung von Friederike Jokisch gehört in die traditionelle Ausstellungsreihe der Galerie, die sich der Gattung Landschaftsmalerei in der zeitgenössischen Kunst widmet.

Friederike Jokisch, die einstige Meisterschülerin des Künstlers Neo Rauch, macht seit Jahren die Landschaft zu dem zentralen Motiv ihrer Kunst. Dabei führt ihr Blick in die Landschaft nicht zu einer Intensivierung von idyllischer Schönheit der Welt. Vielmehr wird die Landschaft von tradierten, vorgeblendeten Mystifizierungen befreit. Friederike Jokisch fokussiert die Brüche und Verfremdungen einer Welt zwischen Kultur und Natur, thematisiert die Spuren der Zivilisation in der einer vermeintlich natürlichen Sphäre. Zugleich scheint eine Art Widerstand der Natur aus manchen Bildern hervor. Dem Mythos von Natürlichkeit wird zwar seine idealisierte Makellosigkeit genommen, doch daraus wächst ein Eindruck von Verbundenheit und Parallelität zur menschlichen Existenz und Gesellschaft.

Kommentare sind geschlossen.